Oliver T Heilmann

 

 
 

 

 

 

Offener Brief zum Mißverständnis  
 
Liebe Freunde vom Sender Freies Wendtland  
 
Ich schreibe, weil ich helfen möchte, zu verstehen, warum es bedauerlich ist, wenn sich das Radio Freies Wendtland, unsere Bewegung, gegen die Musiker Marcel und Torben von der bandbreite stellt.  
 
Meine Name ist Oliver T. Heilmann. Ich bin 43 Jahre alt und Diplom Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Seit meiner Kindheit engagiere ich mich für die nukleare Abrüstung, als 16-jähriger erhielt ich meinen Erfassungsbescheid und bereitete mich auf die Kriegsdienstverweigerung vor. Als 17 jähriger erlebte ich Tschernobyl. Ich engagiere mich seitdem mit Hingabe gegen Atomkraft. In dieser Zeit habe ich begonnen, mich bei Naturkost Elkershausen zu engagieren, welches später zu einem führenden Großhändler für Naturkost heranwuchs. Es wurden damals durch Naturkost Elkershausen BIO Lebensmittel lastwagenweise nach Russland als Soforthilfe in Kinderheime gefahren, in denen die verstrahlten Kinder untergebracht wurden. Ich erzähle dies, weil ich mich erstmals seit langem wieder erinnere an diese Zeit, seit ich das Lied “Zone der Entfremdung” von der bandbreite höre und das Video dazu sehe.  
Mein weiteres Leben baute auf diese Erfahrungen und auf diese Haltung auf und so gehört der Widerstand gegen Atomkraft und das Engagement für Gemeinschaften, in denen diese Werte gelebt werden (wie zum Beispiel dem Ökodorf Siebenlinden, das jedes Jahr wieder viele Mitstreiter nach Gorleben bringt und dem ich mich eng verbunden fühle) zu meinem Selbstverständnis. Ich beobachte jetzt, daß das womit ich mich seit meiner Jugend identifiziere, der nachhaltige Widerstand gegen die Atomwirtschaft, wie er sich in Institutionen wie radio freies wendtland zeigen kann, daß innerhalb dieser Institution, die höchst föderungswürdig ist, jemand – offenbar aus Unwissenheit – einen Fehler begeht und das macht mich traurig!  
Der Fehler sei, Musik der Bandbreite zu zensieren.  
 
Es ist ein lange und öffentlich bekannter Mißstand, daß den beiden Sängern schwere Vorwürfe gemacht werden. Mit diesen Vorwürfen setzen diese sich offensiv auseinander und treten in den öffentlichen Dialog. Es ist nicht etwa so, daß sie sich für etwas entschuldigen müssten oder von etwas distanzieren, was sie zuvor getan hätten. Es ist so, daß diejenigen, die sie kritisieren, ihnen nicht folgen können oder wollen. Im besten Fall mangels Lebensreife oder Unwissenheit, oder aufgrund von Subjektivität, Intoleranz und ideologischer Verbohrtheit.  
Jeder der Vorwürfe gegen die bandbreite ist haltlos und basiert auf Unkenntnis oder Desinformation. Eine unreflektierte Übernahme dieser Kritik gegen die bandbreite durch Repräsentanten des Senders ist unserem Selbstbild nicht würdig. Richtiger Weg, der zu unserem Selbstverständnis passt, ist eine Einladung an die bandbreite zu einem Interview im Sender. Die Beschäftigung mit ihren Aussagen, grade auch zu den Themen Verstrahlung, atomare wie Elektrosmog, in ihren Liedern und darüber hinaus. Viele von uns haben genau das getan, denn einige haben den gleichen Fehler begangen, die bandbreite aus Unkenntnis ausgegrenzt und dann durch den Kontakt mit den beiden Künstlern aus diesem Fehler gelernt.  
 
Auch ich habe die Gelegenheit gehabt, vor vier Jahren die beiden wesentlich jüngeren Künstler als Menschen kennenzulernen. Durch unsere gesellschaftspolitischen Interessen und gleicher Ausrichtung und Haltung im Bezug auf die Erhaltung der Natur, des Friedens und der Freiheit, hat sich diese Begegnung zu einer nachhaltigen Quelle meiner Kreativität und Motivation für mein Engagement für eben diese Werte weiterentwickelt, über meine eigene Person hinaus auch für meine Projekte.  
 
Das Motiv in der Arbeit von Torben und Marcel ist die Liebe zum Menschen. Diese Reife, das nachzuvollziehen und zu erkennen, fehlt vielen von unseren Mitstreitern in der Anti-Atom-Bewegung. Auch wenn sie sich in der Theorie noch so sehr Mühe geben mit Non-violent-communication und anderen unserer Werkzeugen.  
 
 
Ich würde mich freuen von Euch zu hören, daß es sich in diesem Fall um ein Mißverständnis handelt und unsere Bewegung gern auf die Werke zurückgreift und sie würdigt, indem der Sender grade die Lieder der bandbreite spielt, wie zum Beispiel das Lied “Zone der Entfremdung”.
 
 

 

Der Fernseher läuft den ganzen Tag,
beim zweiten Mal werden Nachrichten schon mitgegröhlt,
man kennt sie schon, sie kommen den ganzen Tag

Magst du Trickfilme, magst du Actionkrimis, magst du Sport?
Der nicht enden wollende Bild/ton Strang
bildet den gesunden Hintergrund
für ein glückliches Familienleben.

Der Nachtfilm ist zu Ende,
mit dem Schnee geht man ins Bett,
man schläft und träumt,
mit dem Schnee steht man wieder auf

Magst du Schulfernsehn, Kinderstunde, Regionalprogramme?
Immer wieder bewegliche Bilder,
die bleiben niemals stehn,
ich entscheide mich erneut fürs Heimkino,
dann brauch ich nachher nicht nach Hause gehn,
denn da gibt es Trickfilme, Actionkrimis und Sport,
Schulfernsehn, Kinderstunde und Regionalprogramme
und alles was ich sonst noch so vergessen hab,
im Fernsehn.

(Das vielleicht erste Werk von EA 80 vom 10.10.1980)

 

Dieser Tage spricht man im Radio davon, daß Gerhard Schröder für seine Wahl zum Kanzler eine illegale Spende über 150.000 erhalten habe.

Das ist nahezu peinlich. Als ob es derzeit keine wichtigeren Nachrichten gäbe. Zudem, was bewirkt es? Solche Nachrichten, die jemanden etwas anhängen wollen, kann man gebrauchen gegen Personen im Amt, also wenn es was gegen Merkel gäbe, dann lohnt sich die Sendezeit, und die Zeit den Hörern das Ohr zu klauen. Das würde Veränderung bewirken können, und bestimmt nicht zum Schlechten. Von allen Politikern, die Deutschland regiert haben, ist Gerhard Schröder einer der wenigen gewesen, die tatsächlich etwas Gutes wollten. Daher ist er derjenige, der am ehesten mal ein paar Millionen erhalten sollte und dass dann okay ist. Die 150.000 hat doch eh nur eine Zeitung für die Werbeanzeige erhalten, also ist es letztlich dem Bürger zugute gekommen. Die CDU Leute haben ja selber genug Geld, sich feine Presse zu kaufen, haben sie auch nur das Volk ausgenommen, zuvor. Und für die lausigen paar Euro, die ein Kanzler verdient, dafür nimmt keiner die Stelle an, der dafür geeignet ist. Er war der letzte, der geeignet ist und es dennoch für die paar Mark gemacht hat. Danach kamen, egal auf welchen Positionen, nur dumme Kinder in Regierungspositionen. Die Kompetenten verdienen überall woanders mehr. Da bleiben eben nur die Einfältigen und die Dummen übrig.

Das zu Erklärende ist, dass es Gerhard von einigen, insbesondere auch spd-sympathisanten, so übel genommen wird, dass er nach der feindlichen Übernahme der Regierung durch das Merkel einen Job in Russland angenommen hat. Ja, diese Kritiker gehen so weit, dass sie von ihm erwarten, dass er über seine Amtszeit hinaus treu bleiben müsse irgendwelchen Idealen, die er verletzt habe, so die Sozialdemokratie verraten zu haben (Quatsch).

Das ist garnicht zu erklären, wie man so argumentieren kann. Es ist doch so, der Gerhard hat einen super Job gemacht als Kanzler, und wenn das Volk ihn entlässt, dann ist doch klar dass er sich eine anderen Job suchen wird. Warum soll er denn einen Märtyrer spielen für die Idioten, die ihn nicht mehr als Kanzler haben wollten? Auf so eine verquere Idee können auch nur die durchgeschraubtesten Geld-Geiferer kommen.

Mit einem CDU Politiker könnte so etwas nicht geschehen. Von denen meint jeder, dass sie schlechte Menschen sind und deshalb erwartet niemand etwas anderes, als dass sie sich nach ihrem Job als Repräsentant des Volkes mit ihrem Beziehungen einen Job in der Wirtschaft holen, weil sie zuvor denen Wege bereitet haben, um das Volk auszusaugen. Dass weiß jeder und das ist ok, weil es die Partei ist von der man das erwartet. Deswegen regt sich da auch niemand auf.

Man kann das so schön im Experiment testen. Die Bilder der Politiker von abgeordnetenwatch.de nehmen, dass sind nämlich die, die sie selbst ausgewählt haben, die mit ihrem Selbstverständnis kongruent sind. Diese Bilder schauen die Kinder in den entlegenen Dörfern Vietnams und die Maore-Kinder in den kleinen Orten der Komoren an. Sie haben für ihren Kommentar zu jedem Foto nur die Auswahl “lieb” oder “böse”. Und schon wurde deutlich, dass die Kinder sofort jeden Menschen der CDU erkannt hatten. Da war keiner lieb. Gut, bei den SPD und bei den Grünen waren auch einige wenige als böse eingestuft. Sind sie ja auch, einige. Und alle Piraten galten als lieb. Ja, das Gesicht verrät den Kindern der Natur, wer es gut meint und wer nicht. Und wenn wir uns die Leute genau anschauen, sehen wir es auch. Vertrau auf dich.

Und der Gerhard Schröder hatte einen Fehler gemacht, und den hat er sicher bereut: die Teilnahme am Krieg in Jugoslawien. Und sonst ist er lieb und wurde auch als solches eingestuft von den Kindern der Natur. Also lasst den Mann endlich in Ruhe, er hat etwas für das Land getan, dass er jetzt endlich mal an sich denken dürfen soll. Wenn er uns nicht aus dem Krieg im Irak rausgehalten hätte, dann gebe es jetzt auch in Deutschland Schwerstbehinderte Kinder der Soldaten, die mit Uranmunition geschossen hätten. So haben wir das Unglück nur durch unseren Krieg gegen Afghanistan und Libyen.

Jeder entlassene Strafhäftling hat die Möglichkeit sein Leben neu zu beginnen, ohne daß ihm vorgeschrieben wird, an seinen alten Idealen festhalten zu müssen. Ein Kanzler ist ebenso ein Gefangener zwischen Bilderbergern und uns. Und er bleibt es, sein Leben lang läuft das Aufsichtspersonal mit ihm herum, zur Sicherheit.

Mrz 262011
 

Geschichten mit Joe
Geschichten mit Joe
(ebook german) Fritz Spitzer Geschichten mit Jo [Originalmanuskript Satz mit orig. Rechtschreibung].pdf
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Ja, März 2011, da weiß man garnicht wo man anfangen soll, worüber zu schreiben. Nun, in solchem Falle immer über den Impuls Deines gegenwärtigen Gesprächs.

Seit ich Fritz kennenlernte bin ich befreit von der Zwangsneurose Rechtschreibung. Ja, ich liebe es, richtig zu schreiben, mit Ascendent 29 Grad 51′ Jungfrau ist das verständlich, dass es ein Thema ist. Aber eben nur Thema! Es ist halbe Astrologie, zu meinen, dass die Jungfrau so penibel sei, nein, es ist Thema, was der Astrologe unbewertet läßt und daher weiß, sie könne ebenso gut Punk sein.

Aber zu Fritz. Fritz hatte sein Buch fertig geschrieben. “Geschichten mit Joe”. Dann überredeten ihn einige Studenten, es verlegen zu lassen. Das erzählte Fritz im “Impuls Seminar”. Ja der Verlag wollte es verlegen, wollte die erste Seite etwas umschreiben, womit Fritz noch einverstanden gewesen war, wie er uns sagte, aber mit einer Selbstverständlichkeit erfuhr er dann noch, dass man auch die Rechtschreibfehler korrigieren wolle. Das war es, weswegen er das Manuskript wieder mitnahm und ablehnte. Ja, das erklärte er uns. Was bliebe dann dann noch von ihm übrig. Seine Fehler gehören zu ihm und zu seiner Geschichte wie er sie lebt und in dem Moment des Schreibens ausgedrückt hat.

Und wieviele Menschen gibt es, die nicht schreiben. Die der Erde nicht helfen, die den Menschen um sich herum nicht helfen, sie trauen sich nicht weil man sehen könne, dass sie nicht richtig schreiben können. Rechtschreibfehler. Dabei schreiben sie vielleicht inhaltlich sowieso eher Links. Oder mittig. Bin ich glücklich, dass ich davon bereits im Studium losgekommen bin. Durch Fritz. Jetzt mussen sie sich schoetwas ausgefeilteres ausdenken, damit ich nicht schreibe. Zensursulig muss man mich behandeln, denn auf Einschüchterung der alten Art spreche ich nicht an. Dafür sind Schüler konventioneller Schulen anfällig. Es gibt auch noch andere Systeme, als die Staatsschulen.

Und nicht nur ich bin nicht mehr anfällig. Ich lese so gerne Freeman. Und der sei voller Fehler höre ich grad im Gespräch. Ja, da rede ich mit einem, der noch an der Rechtschreibung hängen bleibt und sich selbst damit die Inhalte versagt. Sich um seine Entwicklung bringt.

Sich von solchen Zwängen zu befreien ist erster Schritt, wichtige Grundlage zur Objektivität. Um dafür ein Beispiel zu geben. Ich war kürzlich in Hannover auf einer Veranstaltung mit 600 Zuschauern. Da waren die Bürgermeister und die Presse und alles was sich so für interessant hält, eingeladen. Dann gab es eine Aufführung. Der Lehrer der die Aufführung leitete, sprach dann über das Thema Inklusion. Und dass die eigentlichen Behinderten nicht die Schüler sind, über die in dem Zusammenhang entschieden wird, sondern unsere Bankmanager etc. die wahren Behinderten sind. Ja, genauso ist es. Die sind so behindert, daß sie nicht mit der Erde leben können. Sie zerstören unsere Lebensgrundlage. Wie bekommen wir die inkludiert? Bevor die Stimmung umschlägt und sie getötet werden. Bankmanager sind hier nur ein Schlagwort für noch einige andere, also Leute die sich für Atomkraft einsetzen und die die davon profitieren und und und.

Noch einfacherer Schritt zur Objektivität: Achte darauf, wie sie sich die Hände waschen nach dem pinkeln. Das ist so falsch wie wir es heute falsch finden, dass sich die Pariser im Mittelalter parfümiert haben, statt sich zu waschen. Wenn man will dass die Freundin gesund bleibt, dann wäscht man sich vor dem pinkeln die Hände. Die pisse ist sauber, das lingam auch, wenn du es nicht mit ungewaschenen Händen anfasst, mit denen du schon jeden Türgriff, deine Kollegen und wer weiß noch was alles angefasst hast, womit ich Den Bogen zu asc Jungfrau schließe.

Und dann war ich es, der sagte, dass ich es mit all seinen Fehlern veröffentlichen will. in der Sekunde griff Fritz in einen Stapel Papier und gab mir sein Manuskript und sagte ich solle 15% pro Exemplar bekommen, wenn es mir gelänge. Vielen Dank Fritz. Das Geld brauche ich heute nicht mehr. Ich will auch keines von den Lesern des Buches. Und Fritz braucht es auch nicht mehr, denn er ist grad nicht lebendig.

 

Wenn ein anderer Mensch gewillt war, mir etwas von seinen inneren Einstellungen zu erzählen, dann lag darin ein Wert für mich, und wenn es mir nur noch deutlicher wurde, daß meine Einstellungen andere sind.
In meinen Beziehungen zu Menschen habe ich herausgefunden, daß es auf lange Sicht nicht hilft, so zu tun, als wäre ich jemand, der ich nicht bin.
Mir scheint, ich erreiche mehr, wenn ich mir selbst zustimmend zuhören kann, wenn ich ganz ich selbst sein kann.
Ich habe es als äußerst wertvoll empfunden, wenn ich es mir erlauben kann, einen anderen Menschen zu verstehen.
Es bereichert, Kanäle zu öffnen, durch die andere ihre Gefühle, ihre privaten Wahrnehmungswelten mir mitteilen können.
Ich habe es als höchst lohnend empfunden, einen anderen Menschen akzeptieren zu können.
Je mehr ich gegenüber den Realitäten in mir und im anderen offen bin, desto weniger verfalle ich dem Wunsch, herbeizustürzen und ´die Dinge in Ordnung zu bringen.
Ich kann meiner Erfahrung trauen…Wenn ich einem inneren, nicht-intellektuellen Gespür vertraut habe, so war, wie sich zeigte, dieser Schritt weise.
Erfahrung ist für mich die höchste Autorität…Weder die Bibel, noch die Propheten, weder Freud noch die Forschung, weder die Offenbarungen Gottes noch des Menschen können Vorrang vor meiner direkten Erfahrung haben.
Ich genieße es, Ordnung in der Erfahrung zu entdecken.
Die Tatsachen sind freundlich.
Es ist meine Erfahrung gewesen, daß Menschen eine im Grunde positive Entwicklungsrichtung haben.
Das Leben ist im besten Fall ein fließender, sich wandelnder Prozeß, in dem nichts starr ist.

Rogers, Carl R. (1979): Die Entwicklung der Persönlichkeit. Stuttgart: Klett Cotta Verlag. im Original 1961: On becoming a person

Da ist noch etwas seltsam Befriedigendes, wenn man jemanden wirklich hört: Es ist, als vernehme man überirdische Musik, denn jenseits der unmittelbaren Botschaft, wie diese auch lauten möge, ist das Universelle. In all den persönlichen Mitteilungen, die ich wirklich aufnehme, scheinen sich regelrechte psychologische Gesetze zu verbergen, Aspekte derselben Ordnung, die wir im Universum als Ganzem finden. Deshalb ist da sowohl die Befriedigung, den einzelnen Menschen zu hören als auch die Genugtuung, sich in Kontakt mit der universellen Wahrheit zu fühlen.

Rogers, Carl R. (1981): Der neue Mensch. S.19. Stuttgart: Klett Cotta Verlag. im Original 1980: a way of being

Tiếng Việt

Mrz 232011
 

Ich glaube, Dein Gesicht zu sehen, wie Du lachst über den Unsinn, den ich Dir aus Inner-Deutschland erzähle. Aber, großer König, eins muß ich Dir jetzt immer wieder sagen: Die Eingeborenen des Landes empfinden diesen und noch viel größeren Unsinn als etwas Selbstverständliches, und sie sind so sehr daran gewöhnt, daß sie erschrecken würden, wenn es anders wäre. Ja, wenn ich ihnen sage (ich spreche die Eingeborenensprache schon ganz gut), daß wir in Kitara mit anderer Münze zahlen, dann sagen sie, was sie hätten, sei besser, und fragen, ob sie kommen sollten und Dir das Bessere bringen. Sie nennen alles, was sie bringen wollen, mit einem Worte: “Kultur”. Da aber Niemand etwas Besseres bringen kann, als er hat, und da mir das, was diese “Menschen” (so nennen sie sich in vollem Ernst!) haben, nicht gefällt, so antworte ich jedesmal, du ließest “bestens danken”. Das ist nämlich der Ausdruck, den sie anwenden, wenn sie sagen wollen, was in unserer Sprache heißt: “Nein, ich will nicht!”

Paasche, Hans: Die Forschungsreisen des Afrikaners Lukanga Mukara ins Innerste Deutschlands. Löhrbach: Pieper und The Grüne Kraft, 2001.

Feb 152011
 

Prof. Suitbert Ertel zur Überprüfung des Marseffekts

„Die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen der Planetenstellung bei der Geburt von Menschen und ihrer späteren beruflichen Bedeutung hat tatsächlich den härtesten Überprüfungen standgehalten.“

[Wiesendanger, Harald. (1990): Der Streit ums Horoskop. Astrologen im Dialog. S.51. Braunschweig: Aurum Verlag.]

Michel Gauquelin hat – wie einige andere von uns auch – versucht, den Wahrheitsgehalt der Astrologie zu erforschen. Seine Methoden waren zu Beginn aus psychologischer Sicht zwar richtig, aus astrologischer Sicht jedoch sehr fragwürdig (1968: Gefälschte „persönliche Analyse“ unter indirektem Mißbrauch von André Barbault zur Erzeugung eines „Barnum-Effekts“), aber zu dem Zeitpunkt war er eben auch kein Astrologe (das Experiment).

Später wurde er von der Skeptikerorganisation verfolgt, seine Forschungsergebnisse im Bezug auf den Mars-Effekt wurden scheinbar widerlegt durch die Skeptikerorganisation und er erlitt den Tod. Posthum wurden seine Forschungsergebnisse rehabilitiert, u.a. durch Prof. Suitbert Ertel (Universität Göttingen) der die Machenschaften der Skeptiker aufdeckte und diese Ergebnisse seinen Kollegen beim “wissenschaftlichen Tee” unterbreitete, bei dem entgegen seinen Erwartungen eine bedeutende Menge interessierter Psychologiestudenten teilnahmen, die dieses Ergebnis weiter verbreiteten. 

Edgar Wunder, Gründungsmitglied einer der Zweige der Skeptikerorganisation und in jungen Jahren gerngesehener Antagonist von Astrologen, verhilft uns heute, die Situation zu verstehen, die dazu geführt hat, daß Michel Gauquelin scheinbar scheiterte, denn heute offenbart er die Methoden der Skeptiker und distanziert sich von der Skeptikerorganisation (“Das Skeptiker-Syndrom: Eine Analyse von Edgar Wunder”).

Feb 142011
 

Piraten sind nicht Neues? Würde Rudi heute MP3 tauschen?

“Der Mensch verdankt, was er aus seinen Fähigkeiten schaffen kann, der menschlichen Sozietät, der menschlichen sozialen Ordnung. Es gehört einem in Wahrheit nicht. Warum verwaltet man sein so genanntes geistiges Eigentum? Bloß deshalb, weil man es hervorbringt; dadurch, daß man es hervorbringt, zeigt man, dass man die Fähigkeiten dazu besser hat als andere. So lange man diese Fähigkeiten besser hat als andere, so lange wird man im Dienste des Ganzen am besten dieses geistige Eigentum verwalten. Nun sind die Menschen wenigstens darauf gekommen, dass sich nicht endlos forterbt dieses geistige Eigentum; dreißig Jahre nach dem Tode gehört das geistige Eigentum der gesamten Menschheit. Jeder kann dreißig Jahre nach meinem Tode drucken, was ich hervorgebracht habe; man kann es in beliebiger Weise verwenden, und das ist recht. Ich wäre sogar einverstanden, wenn noch mehr Rechte wären auf diesem Gebiet. Es gibt keine andere Rechtfertigung dafür, dass man geistiges Eigentum zu verwalten hat, als dass man, weil man es hervorbringen kann, auch die besseren Fähigkeiten hat.”

(Rudolf Steiner: Vortrag vom 25. April 1919, GA 330, S. 97)

 

Themen aus Rudi´s
“Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten”:

Jede Vorstellung besitze eine Bedeutung, jeder Begriff sei ein Spiegel der Außenwelt, unrichtige Vorstellungen sind zu entfernen.

Entschlüsse aus begründeter Überlegung fassen, bedeutungsloses Tun unterlassen.

Das Wort nur für Bedeutungsvolles anwenden, begründet und nach jeder Richtung überlegt.

Äußere Handlung erfolge in Harmonie mit dem Umfeld. Die Wirkung des Handelns erwägen.

Natur- und geistgemäßes Leben, Gesundheitspflege ohne Übergeschäftigkeit und Lässigkeit.

Streben gemäß den Fähigkeiten, seine Aufgaben begreifen und nichts unterlassen, jedoch nichts über die eigenen Kräfte hinaus.

Interesse an allem um vom Leben zu lernen und Erfahrungen zu sammeln. Nichts tun, ohne auf diese Erfahrungen zurückzugreifen, die durch eigenes Handeln oder der Beobachtung anderer gesammelt sind.

Ins Innere blicken, von Zeit zu Zeit kontemplieren, Lebensgrundsätze bilden und prüfen, Kenntnisse in Gedanken durchlaufen, Pflichten erwägen. Über Inhalt und Zweck des Lebens nachdenken.

http://fvn-rs.net/

 

“Heute werden die Kinder schon im Alter von einem knappen Jahr hergerichtet zum Industriefutter. Der Romano Guardini hat das sehr wohl erkannt. In den fünfziger Jahren hat er geschrieben, “dass die Industriegesellschaft nur durch den islolierten Menschen existieren könne, deshalb wird sie alles tun, um den Menschen zu isolieren”. Verstehen Sie, die Familie ist schon zerschlagen, es kann heute kein Alleinverdiener mehr die Familie ernähren, da müssen dann schon zwei her. Das ist ein so grundsätzlicher Einbruch in die Familie. Da kommt der Vater gehetzt heim, da kommt die Mutter gehetzt heim, die Kinder, die sind im Hort, in Ordnung. Und so zerstört sich das Dasein des Menschen im Logos.”

[...]

“Das Böse ist das Ungeschehene, denn das Böse ist nicht ursächlich böse, es ist nur ungeschehen und als solches unerlöst. Und weil es aus einer Verneinung entstanden ist, ist es verneinend.”

(Wolfgang Döbereiner: Der König kehrt zurück. Seminare Band 19)